Nur für Harte (und die, die es werden wollen)
- Eintritt frei, Ausgang schwierig. Wer einmal den Riff hört und das Altbier riecht, kommt so schnell nicht wieder weg. Plan deine Nacht also großzügig ein.
- Bestelllogik für Anfänger. „Ein Bier“ bedeutet Altbier. „Ein Kurzer“ bedeutet Calvados. Alles andere erfordert eine dreiseitige Begründung in Schriftform.
- Die Musik ist Gesetz. Wir spielen kein „Best of Radio“. Wenn du den Song nicht kennst: Klappe halten, nicken, so tun als ob. Bildungslücken werden hier mit Dezibel gefüllt.
- Kuschelkurs auf Metallisch. Es ist eng. Es ist dunkel. Wenn dich jemand anrempelt, ist das keine Beleidigung, sondern eine Einladung zum Mitwippen.
- Der Tresen ist kein Schreibtisch. Lass dein Laptop und deine Sorgen draußen. Hier wird gearbeitet – und zwar am Pegel und an der Nackenmuskulatur.
- Handy-Hygiene. Wer sein Handy auf den Tresen legt, riskiert, dass es als Untersetzer benutzt wird. Wir kommunizieren hier noch mittels Schreien und Gestik.
- Spezialeffekt: Eigengeruch. Leder, Rauch (von früher), Schweiß und verschüttetes Bier bilden das offizielle „Papidoux No. 5“. Atme es ein. Es ist die Duftmarke der Freiheit.
- Keine Extrawürste. Wir haben keine veganen Cocktails oder handgefilterten Cold Brew. Wir haben Getränke, die auch eine Motorradkette reinigen könnten.
- Ehre den Wirt. Wir sind seit 1985 hier. Wir haben alles gesehen. Deine Geschichte ist sicher lustig, aber das Bier zapft sich nicht von alleine – also fass dich kurz.
- Der „Abflug“ mit Anstand. Wer torkelt, gewinnt. Wer pöbelt, verliert. Draußen bitte die Lautstärke auf „Unplugged“ drosseln, damit die Nachbarn nicht das Sondereinsatzkommando rufen.
Abschlusswort: „Gott vergibt, das Papidoux schenkt nach.„

